Infrastruktur und Logistik
Pünktlichkeit, Stabilität, Zuverlässigkeit: Diese drei Eigenschaften sind bezeichnend für die Infrastruktur der Schweiz. Züge fahren pünktlich, das Telekommunikationsnetz ist erstklassig und Energie ist reichlich vorhanden. Die Schweiz verfügt über einen hervorragenden Zugang zu allen wichtigen Ländern Europas, und zahlreiche bilaterale Abkommen erlauben die zollfreie Ausfuhr von Waren schweizerischen Ursprungs in EU- und EFTA-Länder (und umgekehrt).
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Inhalt
7.1 Verkehrswesen
Die Verkehrsinfrastruktur der Schweiz ist in Bezug auf Ausbau und Instandhaltung eine der besten Europas. Über das dichte Netz aus Autobahnen und Eisenbahnstrecken sind die Nachbarländer problemlos erreichbar. Alle wichtigen Verkehrsadern durchqueren die GREATER GENEVA BERNE area, so beispielsweise die TGV-Hochgeschwindigkeitstrasse nach Paris, der ICE nach Deutschland und der Cisalpino Pendolino nach Mailand. Über die internationalen Flughäfen von Genf und Bern und die ebenfalls nicht weit entfernten Flughäfen Basel und Zürich besteht eine exzellente Anbindung zu allen wichtigen Zielorten. Weitere allgemeine Informationen finden Sie auf der Homepage des Bundesamts für Verkehr, www.bav.admin.ch, und des Bundesamts für Straßen, www.astra.admin.ch.
Straßen: Über das Autobahnnetz der Schweiz sind alle Landesteile miteinander verbunden. Für die Autobahnbenutzung brauchen einheimische wie ausländische Fahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen eine Autobahnvignette (Kosten jährlich 40 CHF), erhältlich beim Zoll, bei den Postämtern, an Tankstellen und an Bahnhöfen.
Für Schwertransporter wird eine leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) erhoben. Diese richtet sich zudem nach den in der Schweiz gefahrenen Kilometern, dem Fahrzeuggewicht und der Emissionsstufe (Euro 0 – III). Für die Transitfahrt von Basel nach Chiasso kann ein Spediteur für einen 40-Tonnen-Lkw mit einer Gebühr zwischen 265 und 325 CHF rechnen. Für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen besteht in der Schweiz ein Nacht- und Sonntagsfahrverbot (Ausnahmegenehmigungen können bei den Kantonalbehörden beantragt werden). Ausführliche Informationen hierzu finden Sie auf der Internetseite des Schweizerischen Nutzfahrzeugverbands, www.astag.ch.
Informationen über die Autobahnen in der Schweiz erhalten Sie unter www.autobahnschweiz.ch und www.autobahnen.ch
Das Autobahnnetz der Schweiz


Reisezeiten per Zug oder PKW:
Von | Nach | Zug | PKW |
|---|---|---|---|
Genf | Lausanne | 30 Minuten | 1 Stunde |
Genf | Neuenburg | 1 Stunde 08 | 1 Stunde 30 |
Genf | Bern | 1 Stunde 41 | 2 Stunden |
Lausanne | Bern | 1 Stunde 06 | 1 Stunde |
Lausanne | Freiburg (Schweiz) | 43 Minuten | 1 Stunde |
Lausanne | Sitten | 1 Stunde 02 | 1 Stunde 30 |
Bern | Freiburg (Schweiz) | 20 Minuten | 20 Minuten |
Bern | Sitten | 1 Stunde 28 | 1 Stunde 45 |
Genf | Zürich | 2 Stunden 42 | 3 Stunden 30 |
Lausanne | Zürich | 2 Stunden 08 | 2 Stunden 30 |
Bern | Zürich | 56 Minuten | 1 Stunde 30 |
Freiburg (Schweiz) | Zürich | 1 Stunde 24 | 1 Stunde 30 |
Freiburg (Schweiz) | Genf | 1 Stunde 20 | 1 Stunde 15 |
Bern | Basel | 1 Stunde | 1 Stunde |
Eisenbahnverkehr: Die Schweiz verfügt über ein dichtes, hochmodernes Schienennetz, das die Westschweiz mit den wichtigsten Schweizer Großstädten sowie mit den Nachbarländern Frankreich, Italien, Deutschland und Österreich verbindet. Die Schweizer Züge sind in aller Welt berühmt für ihre Zuverlässigkeit, ihren Komfort und ihre Pünktlichkeit (97% kommen planmäßig an).
- Direktverbindungen mit Frankreich: (www.tgv-europe.ch)
- Direktverbindungen mit für Deutschland: (www.bahn.de)
- Schweizerische Bundesbahnen: (www.sbb.ch)
- Zugreisen in Europa: (www.eurail.com)
Flugverkehr: In der GREATER GENEVA BERNE area bzw. In unmittelbarer Nähe sind fünf internationale Flughäfen gelegen:
Der Internationale Flughafen Genf (Cointrin) bietet zahlreiche Flüge zu Reisezielen in aller Welt. Besonders von Billigfluglinien wie easyJet, Baboo und Virgin wird dieser Airport stark frequentiert. Von Genf aus können Reisende rund 50 Zielorte erreichen, darunter alle europäischen Großstädte sowie New York (JFK), Newark und Doha. Planmäßige Flüge heben an mindestens fünf Tagen in der Woche ab. Cointrin liegt ca. 45 Minuten von Lausanne, eine Stunde fünfzehn Minuten von Neuenburg oder Sitten und zwei Stunden von Bern entfernt.
Flughafen Genf: www.gva.ch
Der EuroAirport in Basel, bevorzugter Abflugort von Vielfliegern, verfügt über exzellente Anbindungen zu ca. 30 europäischen Zielorten und verbindet Basel mit den Drehkreuzen Frankfurt, Amsterdam, London und Paris. Der EuroAirport liegt ca. eine Stunde 45 Minuten von Neuenburg und eine Stunde 15 Minuten von Bern entfernt.
www.euroairport.com
Der Flughafen Zürich, die wichtigste Drehscheibe für Flugverkehr der Schweiz, ist von Bern aus in 90 Minuten, von Neuenburg oder Freiburg aus in 2 Stunden erreichbar.
www.unique.ch
Flughafen Bern-Belp: Bern-Belp liegt in der Nähe der Bundeshauptstadt und bietet täglich Flüge nach München, Barcelona und Paris, von wo aus alle wichtigen Ziele in Europa, Asien und den USA erreichbar sind. Darüber hinaus gibt es in der Sommer- und Winter-Urlaubszeit eine Vielzahl von Charterflugangeboten.
Flughafen Bern-Belp: www.alpar.ch
Neben diesen in der Schweiz gelegenen Flughäfen ist der Mailänder Flughafen Malpensa, der Norditalien mit der Welt verbindet, von Brig im Kanton Wallis in 90 Minuten erreichbar.
Malpensa:
www.sea-aeroportimilano.it
Zwischen den drei wichtigsten Schweizer Flughäfen (Genf, Zürich und Basel) gibt es zudem Pendelflüge. Dank der direkten Zuganbindung ab dem Flughafen Zürich oder dem Internationalen Flughafen von Genf ist jedes Reiseziel in der Schweiz schnell und bequem erreichbar. Abgesehen von den internationalen Flughäfen bieten Regionalflughäfen ideale Voraussetzungen für Geschäftsflüge (Allgemeine Luftfahrt) und/oder Charterflüge. Internationale Unternehmen nutzen in zunehmendem Masse die an Regionalflughäfen gebotene Möglichkeit der kurzfristigen Buchung von Geschäftsflügen mit Privat-Jets oder Geschäftsflugzeugen. Diese Flughäfen sind auch für kleinere Jets geeignet und werden gut von Geschäftsreisenden angenommen, die die unkomplizierte und zügige Abfertigung beim Check-in und bei der Ankunft zu schätzen wissen. Die moderne Infrastruktur dieser Flughäfen ist auf Geschäftsreisen ausgelegt. Das bedeutet, dass sie über eine Zollabfertigung verfügen bzw. der grenzüberschreitende Reiseverkehr für Personen aus dem Schengen-Raum möglich ist.
Der Flughafen Bern-Belp wird ebenfalls stark von der allgemeinen Luftfahrt frequentiert und ist Heimatflughafen von Taxi-Fluggesellschaften und Charterflugzeugen.
Der Flughafen Ecuvillens liegt in der Nähe von Freiburg.
www.aerodrome-ecuvillens.ch
Der Flughafen Lausanne kann von allen Flugzeugen (einmotorig, zweimotorig und sehr leichte Jets) angeflogen werden, die auf 875 Meter langen und 23 Meter breiten Landebahnen landen können.
www.lausanne-airport.ch
Der Flughafen Neuenburg liegt am See, nicht weit von der Stadt entfernt. Im Norden des Kantons gibt es einen weiteren Flughafen in der Nähe von La-Chaux-de-Fonds. Bei diesem Flughafen, Les Eplatures, handelt es sich um den höchstgelegenen internationalen Flughafen Europas, der für Instrumentenflug ausgestattet ist, und den einzigen ganzjährig betriebenen Flughafen im französisch- schweizerischen Juramassiv. Les Eplatures bietet eine perfekte Anbindung zu Hunderten von für Privatund Geschäftsflüge offenen Flughäfen in ganz Europa.
www.neuchatel-airport.ch
www.leseplaturesairport.ch
Der Flughafen Payerne (Kanton Waadt) ist ein Militärflughafen, der aber auch der zivilen Luftfahrt offensteht.
www.aeropole.ch
Der Flughafen Sitten wird gerne von Touristen und Geschäftsreisenden genutzt, weil er saisonale Verbindungen zu ausgewählten europäischen Zielen bietet.
www.sionairport.ch
7.2 Telekommunikation
Die Schweiz verfügt über eine moderne und zuverlässige Telekommunikationsinfrastruktur mit Mobilfunknetzen, ISDN und anderen Breitbandverbindungen. ISDN ist in über 90% der Anschlussbereiche verfügbar und wird von 30 verschiedenen Anbietern bereitgestellt. Der Mobilfunkempfang ist trotz der schwierigen Topografie des Landes in allen Regionen weitgehend gewährleistet. Inzwischen ist die Swisscom (www.swisscom.ch) nicht mehr der einzige Anbieter von Telekommunikationsdiensten (siehe auch www.orange.ch), was in den letzten zehn Jahren zu einem starken Anstieg des Preiswettbewerbs wie der Kapazitäten geführt hat.
Umfassende Informationen über die geltenden Vorschriften und den Telekommunikationsmarkt erhalten Sie vom Bundesamt für Kommunikation unter www.bakom.ch.
7.3 Energie
Die Energieversorgung ist in der gesamten der GGBa ist hervorragend. Das Stromnetz besitzt dank seiner Dichte und seiner dezentralisierten Infrastruktur mit Kraftwerken verschiedener Arten eine bemerkenswerte Zuverlässigkeit und Stabilität. Gleichzeitig sind Erdgas (www.erdgas.ch oder www.gaz-naturel.ch), Öl (www.erdoelvereinigung.ch oder www.swissoil.ch) sowie andere Energiequellen in der gesamten GGBa zu wettbewerbsfähigen Preisen erhältlich.
Der Energiebedarf der Schweiz wird über ein dichtes, dezentralisiertes Netzwerk abgedeckt, dem unterschiedliche Kraftwerkstypen angeschlossen sind. Seine Integration in das europäische Stromversorgungsnetz gewährleistet eine unterbrechungsfreie Energieversorgung auch bei Nachfragespitzen.
Zwei führende Versorger- und Handelsgesellschaften– Alpiq (www.alpiq.ch) und BKW FMB Energy (www.bkw-fmb.ch) – versorgen 2,5 Millionen Menschen in der West- und der Nordwestschweiz mit Strom. Alpiq und BKW arbeiten in den Bereichen Wasser- und Kernkraft sowie Hoch- und Höchstspannungsübertragung. BKW FMB gehört darüber hinaus zu den Marktführern bei der nachhaltigen Stromerzeugung, beispielsweise Solarstrom und Windenergie. Weitere wichtige Energieanbieter der Region sind Romande Energie (www.romande-energie.ch) und Groupe E (www.groupe-e.ch).
Infolge der Liberalisierung des Strommarktes können Großkunden wie Industrieunternehmen und Rechenzentren ihre Preise mit jedem beliebigen Anbieter aushandeln und brauchen ihren Strom nicht beim Provider in ihrem Gebiet zu beziehen.
Seitens des Bundes sowie einiger Kantonalregierungen und Gemeinden wurden in letzter Zeit Sonderprojekte im Bereich erneuerbare Energien gestartet. Diese Programme sollen die Forschung und Entwicklung bei der nachhaltigen Stromerzeugung (Solar-, Wasser-, Windenergie) sowie im Hinblick auf den Aufbau und die Nutzung solcher Energiesysteme vorantreiben. So werden zum Beispiel immer mehr Solarmodule auf gewerblichen und industriellen Gebäuden installiert.
Schweizer Bundesamt für Energie:
www.energie-schweiz.ch
Verband der Energieanbieter in der Schweiz:
www.energie-energy.ch
7.4 Zollabfertigung
Dank der geografischen Lage des Landes und der langen Tradition bei der Ein- und Ausfuhr von Waren ist die Zollabfertigung in der Schweiz schnell und effizient. Einen weiteren Beitrag zu erheblich reibungsloseren Abläufen leisten bilaterale Abkommen über den freien Güterverkehr zwischen der Schweiz, der EU und der EFTA.
Schweizerische Exportrisikoversicherung (u.a. Informationen über den Begriff „Schweizer Ursprung“): www.serv-ch.com
www.serv-ch.com/fileadmin/serv-dateien/International/Information_Warenursprung_d.pdf
www.osec.ch (Investorenleitfaden verfügbar)
7.5 Zollabgaben
Durch Freihandelsabkommen ist die Ein- und Ausfuhr von Industrieprodukten im Grunde befreit von Zollabgaben und Quotenbeschränkungen. Eine Zollabfertigung ist aber dennoch erforderlich.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern gilt für Erzeugnisse aus Nicht-EU- oder -EFTA-Ländern ein gewichtsbasiertes Zollsystem. Deshalb sind die Zölle in der Schweiz in der Regel niedriger als in anderen Ländern. Dies kommt der Einfuhr hochwertiger Waren zugute, die zwar ein geringes Gewicht, aber einen hohen Wert haben.
Zollabgaben: www.ezv.admin.ch
7.6 Freihäfen
(STEUERFREIE BEREICHE ODER ZOLLLAGER)
Als Region mit erheblichem Exportaufkommen verfügt die GGBa über effiziente steuerfreie Bereiche und Zolllager. Hierbei handelt es sich um Logistikzentren, in denen die Waren eingelagert, verpackt, in andere Verpackungsgrößen umgeordnet, etikettiert und versandt werden können, ohne dass Steuern oder Gebühren anfallen, wobei die Einfuhr in den und die Ausfuhr aus dem Bereich jeweils zollfrei erfolgt. Darüber hinaus bieten die steuerfreien Bereiche in der Regel auch Leistungen wie Logistikberatung, Import-Export, Zoll-Agenten, Management und Lagerung, Verladung, Luft-/Seefracht, Transport per Straße/Schiene.
Zolllager-Standorte:
- Bern: www.kehrlioeler.ch
- Boncourt: www.actiparc.ch
- Genf: www.geneva-freeports.ch
- Lausanne-Chavornay: www.pesa-chavornay.ch
- Neuenburg und Le Locle: www.tremail.ch
- Martigny: www.port-franc-martigny.ch
- Vevey: www.sev-port-franc.ch
Hilfe bei Logistikfragen finden Sie unter www.logistikplattform.ch
