
“Dank der Präsenz von Generationen hochqualifizierter Ingenieure in der Region konnten Informationstechnologieunternehmen entstehen und florieren, woraus wiederum ein Netzwerk aus Fertigkeiten und Fähigkeiten, ein Cluster, hervorgeht.“”
Jean-Albert Ferrez
Stellvertretender Geschäftsführer
Forschungsinstitut IDIAP
Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT)
ICT-Entwicklung im Aufwind
Die GREATER GENEVA BERNE area (GGBa) entwickelt sich rapide zu einem beliebten ICT-Standort. Dieses Wachstum wurde durch den bei vielen Konzernen, Banken und internationalen Organisationen in der Schweiz bestehenden Bedarf an sicheren Datenübertragungsmechanismen gefördert. Die hohe Zahl an Start-ups in den Bereichen Bioinformatik, Verschlüsselungssysteme, Internet und Netzwerksicherheit zeigt, dass sich die GGBa als einer der Marktführer in dieser Sparte aufstellt.
Gleichermaßen wichtig ist die Tatsache, dass die ICT-Politik in der GGBa gemacht wird, wo politische Entscheidungsträger auf Bundesebene, Entwickler, Ausbilder und internationale Aufsichtsstellen Kompetenzzentren mit zahlreichen Geschäftsverbindungen gegründet haben:
- Bundesamt für Kommunikation (BAKOM)
- Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT)
- Die Abteilungen Computerwissenschaft und Telekommunikation an der Fachhochschule West schweiz (HES-SO)
- Die europäische Rundfunkunion (EBU)
- ICT-Cluster Bern (tcbe)
- RFIDnet Bern GmbH, ein neutrales Kompetenzzentrum zum Thema RFID, das eine Tochter des BFH und des tcb ist.
- Das IDIAP Forschungsinstitut (Dalle Molle Institute for Perceptual Artificial Intelligence)
- Branchenverbände wie ICTswitzerland und asut.
- Informationssystem- und IT-Sicherheits-Cluster (ISIS) an der Fachhochschule Westschweiz (HES-SO) und an der Universität Freiburg
- Das Institut für Informationssicherheit an der Universität Lausanne (UNIL)
- Das International Institute of Management in Technology an der Universität Freiburg
- Das Institut für Computerwissenschaft und angewandte Mathematik an der Universität Bern
- Die Internationale Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt-Telekommunikation (SITA)
- Die Internationale Telekommunikationsunion (ITU)
- Der ICT-Cluster am Genfer See (Alp ICT)
- MIRAlab, ein Institut, das sich mit der virtuellen menschlichen Simulation befasst (Universität Genf)
- Das RFID-Center (Institut Icare)
- Die Hochschule für Computer- und Kommunikationswissenschaften (EPFL)
- Der schweizerische Verband für Multimedia und elektronische Kommunikation (SwissMedia)
- The Grid (am CERN)
- Der Weltpostverein (UPU)
- Die Berner Fachhochschule
Der ICT-Sektor erwirtschaftet über 8% des BIP und ist damit eine der tragenden Säulen der Schweizer Volkswirtschaft. Mindestens 150.000 ArbeitnehmerInnen sind in zwei Hauptbereichen beschäftigt:
- Software: Über 80% der Unternehmen bieten Software-Entwicklung und -Consulting, der Rest arbeitet im Bereich Groß- und Einzelhandel;
- Telekommunikation: Die Produktivität der ArbeitnehmerInnen ist fast dreimal so hoch wie der Schweizer Durchschnitt.
Die Hauptakteure des Sektors entscheiden sich für die GGBa
ICT in der Region zeichnet sich durch einen fruchtbaren Mix aus kleinen und mittleren Unternehmen sowie internationalen Konzernen aus, die verstärkt nach kommerziellen Forschungspartnern Ausschau halten, um Support- und Vertriebsniederlassungen zu gründen oder den Standort ihrer Firmenzentralen zu verlegen.
Aus der engen Interaktion zwischen den in der GGBa angesiedelten Forschungsinstituten, Gründerzentren, Technologieparks und Unternehmen ist eine Quelle der Innovation und Wertschöpfung für die Hauptakteure des Sektors entstanden. Drei der fünf Spitzenanbieter der Branche – IBM, T-Systems und Swisscom – sind in der GGBa präsent, darüber hinaus auch HP, Microsoft, Siemens, SAP, Logitech, STMicroelectronics, VeriSign, Autodesk, Cisco, Yahoo! und salesforce.com.

