“Die Schweiz ist ein erstklassiger Standort für Unternehmen aus dem Bereich Medizintechnik, weil diese hier ein großes Angebot an hochqualifizierten, multilingualen Ingenieuren und Fachkräften finden … und weil sich die Schweiz aktiv für den Technologieund Wissenstransfer einsetzt.”

H.C. Willy Michel
Vorsitzender
Ypsomed Holding AG

Medizintechnik

Fortschritt aus Tradition

Die Schweiz ist ein Schwergewicht im Bereich der Medizintechnik. Diese hat ein Jahreswachstum von sechs bis acht Prozent, und nur wenige Regionen sind dynamischer als die GREATER GENEVA BERNE area (GGBa). Bereits in den 1960er Jahren erzielte der orthopädische Chirurg Professor Maurice E. Müller enorme Fortschritte bei künstlichen Hüftgelenken, basierend auf seiner Überzeugung, dass eine Zusammenarbeit zwischen Operateuren, Wissenschaftlern und der Industrie unerlässlich für die Entwicklung von medizinischen Geräten und Implantaten ist. Seine Arbeit findet heute am nach ihm benannten MEM Forschungszentrum für orthopädische Chirurgie ihre Fortführung.

Die Region ist bekannt für ihre Tradition der Uhrenherstellung, und so hat auch die Präzisionsindustrie hier ihre Heimat. Dank nicht zuletzt eines leistungsstarken Finanzsystems, das Innovation unterstützt, sind die Mitgliedskantone der GREATER GENEVA BERNE area auch heute ideal dafür aufgestellt, um ihre Führungsposition in diesem äußerst hart umkämpften Sektor zu behaupten.

Landesweit beschäftigen ca. 600 Medizintechnik-Unternehmen 40.000 hochqualifizierte Arbeitskräfte. Damit ist der Sektor einer der größten und am stärksten diversifizierten Europas. Die Gesamteinnahmen liegen bei 20,3 Milliarden CHF. Die wichtigsten Exportmärkte sind Europa, Asien, die USA, Russland und Lateinamerika.

Hunderte von Zulieferern, Herstellern und internationalen Vertriebsorganisationen sind in den Sparten Biomaterialien, kardiovaskuläre und zahnmedizinische Implantate und Vorrichtungen, auch für Diabetiker, elektromedizinische und bildgebende Geräte, Orthopädie, Ophthalmologie, Vorrichtungen für die Atemwege, chirurgische Instrumente sowie Wund- und Pflegemanagement tätig. Darüber hinaus sind in der GGBa Unternehmen angesiedelt, die in den für die Medizintechnik-Branche unverzichtbaren Bereichen Automation, Mikromaschinen und Mikro-Montage arbeiten.

Hilfe für Start-ups

Wie bei den anderen Schlüsselsektoren der GGBa, so profitieren auch Unternehmen der Branche Medizintechnik von einem weitreichenden, dabei aber eng geknüpften Netzwerk aus Universitäts-Forschungszentren, Gründerzentren und Technologieparks. Die Exzellenz-Netzwerke der GGBa fungieren als Brücke zwischen dem Labor und dem Markt. Unter ihnen sind zu nennen das Competence Center for Medical Technology (CCMT) in Bern, das sich gebührenfrei um den Technologietransfer zwischen Universitäten und der Industrie kümmert, sowie der Medical Cluster in Bern, der innovative Unternehmen fördert, und zu guter Letzt BioAlps, der Life Sciences-Cluster, der sich über die gesamte GGBa spannt. Dieses System eines organisierten Wissensaustauschs hat bereits Dutzende kleiner und mittlerer Startups und Spin-offs hervorgebracht, die das Rückgrat der Medizintechnik-Industrie bilden.

Swissmedic, die zentrale Schweizer Medikamentenaufsichtsbehörde, bietet ein effizientes Registrierungs- und Zertifizierungssystem, das zur Einführung neuer Produkte auf dem Markt beiträgt und kurze Produkteinführungszeiten begünstigt.

In der Region sind zahlreiche Großkonzerne angesiedelt, die diese Kompetenz in vollem Umfang ausschöpfen können, so u.a. Alcon, Bio-Rad Laboratories, Pall Life Sciences, Medtronic, Beckman Coulter, Stryker, Synthes, Edwards Lifesciences, Greatbatch Medical, Ypsomed, Straumann und Johnson & Johnson. Ihnen ist es zu verdanken, dass die GGBa als globaler wettbewerbsfähiger Standort der Medizintechnik glänzt.

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