Die Menschen hier wissen, wie wichtig Präzision ist sie liegt ihnen im Blut. Das liegt an der langen Tradition der Präzisionsindustrie in der Region.”

Marco G. Zingg
Vorsitzender
DT Swiss

Mikro / Nanotechnologie und Präzisionsindustrie

Die logische Heimat für Spezialisten im Ultra-Hightech-Bereich

Die GREATER GENEVA BERNE area (GGBa) ist weltweit führend in Bereichen mit hoher Wertschöpfung wie Mikro- und Nanotechnologie und Präzisionstechnik. Hier sind globale Player wie Marvell, Semtech, Festo Microtechnology, Innovative Silicon, Colibrys, Melexis Technologies und Etel angesiedelt. Diese Kompetenz hat sich aus der traditionellen Uhrenherstellung in der Region herauskristallisiert, die die Grundlagen für die Entwicklung von Miniaturisierung und Automation, Mikromechanik und Mikroelektronik bildete – Fortschritte, von denen beispielsweise die Bereiche Medizintechnik, Biotechnik, Chemie, Umweltschutz, Halbleiter, Hochpräzisionsoptik sowie Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) profitieren.

  • Vor der GGBa/Schweiz rangieren in Sachen Mikro-Nanotechnologie und Präzisionstechnik nur noch die USA, Deutschland und Japan.
  • Angaben der OECD zufolge ist die Schweiz Spitze im Aufbau wissensbasierter Technologien gehört zu den führenden Ländern bei der Aneignung der für die Industrien der Zukunft benötigten neuen Fertigkeiten anbelangt.

Staatliche Unterstützung une Finanzmittel für F&E

Die in der GGBa gepflegte Erfindungskultur, die eine Wettbewerbsfähigkeit garantiert, die weit über das hinausgeht, was man für ein Land mit 7,5 Millionen Einwohnern erwarten würde, floriert dank der dauerhaften Unterstützung und finanziellen Förderung durch die Politik. Die Schweiz gibt 2,9% ihres BIP für Forschung und Entwicklung aus und liegt damit vor Deutschland, Frankreich und Großbritannien (der Durchschnitt in der Europäischen Union beträgt 1,9%).

Hilfe für die Industrie

Die Hightech-Unternehmen in der GGBa vermarkten ihre wissenschaftlichen Ergebnisse mithilfe staatlicher Gremien, darunter des Schweizerischen Nationalfonds und der Schweizerischen Förderagentur für Innovation (KTI). Damit auf regionaler Ebene keine Ideen in der Pipeline steckenbleiben, sind zudem zahlreiche Universitäten und Agenturen der GGBa als Bindeglieder zwischen Wirtschaft, Bund und akademische Ressourcen geschaltet, darunter Alliance, Platinn und TT-Novatech (Bern). Das der Universität Freiburg angeschlossene Adolphe Merkle Institut (AMI) ist ein Forschungszentrum für Material- und Nanowissenschaft. Darüber hinaus unterhält das AMI auch ein Büro für die Pflege der Kontakt mit der Industrie und den Technologietransfer sowie ein Anwendungslabor für Unternehmen.

Geballte Kompetenz

Firmen aus den Bereichen Mikro-Nanotechnologie und Präzisionsindustrie finden auf Seiten der Politik weitreichende Unterstützung für die Gründung kooperativer Cluster. Ein Beispiel dafür ist der Berner Jura, dem über 100 kleine und mittlere Unternehmen angehören, darunter Longines, Sonceboz, Straumann, Schaublin und Tornos. Die Präzisionsindustrie hält im Berner Jura alljährlich im Wechsel ihre internationalen SIAMS und mediSIAMS-Fachmessen ab, zu denen Aussteller aus ganz Europa kommen.

Darüber hinaus ist die GGBa auch das Zentrum von Micronarc, der Kommunikationsplattform für Mikro-Nanotechnologie für die Westschweiz. Diese entwickelt und fördert einschlägige Industriesparten, Bildungsstrukturen, F&E-Einrichtungen, den Technologietransfer und den Zufluss von Investitionsgeldern.

Schulungsangebot

Für Hightech-Unternehmen werden branchenspezifische Kurse in Mikrotechnologie, Elektrotechnologie und Technik (Fachhochschule Bern) sowie Mikro-Nanotechnologie-Studiengänge (Eidgenössische Technische Hochschule in Lausanne (EPFL), Schweizer Forschungszentrum für Elektronik und Mikrotechnologie (CSEM), Institut für Mikrotechnologie der Universität Neuenburg, Technische Schule Freiburg, Hochschule für Technologie und Informatik in Biel/Bienne und Genfer Technikerschule) angeboten. Nicht zuletzt bietet die Schweizerische Stiftung für Mikrotechnologie-Forschung in Neuenburg (FSRM) 170 Schulungskurse auf dem Gebiet der Mikrotechnologie an, die von der Qualitätskontrolle in der Präzisionsindustrie bis hin zu Mikropositionierung und Mikrooptik alle Themen beinhalten.

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