• Mit 92 Neuansiedlungen im Jahre 2018 erzielt die Westschweiz erneut ein sehr gutes Ergebnis.
  • Die gezielte Ausrichtung der GGBa auf Bereiche wie z. B. Life Sciences, Robotik oder Fintech trägt Früchte.
  • Trotz der derzeitigen Unsicherheiten bleiben die Vereinigten Staaten eine wichtige Quelle für ausländische Investitionen. Die GGBa verstärkt ihre Präsenz im Silicon Valley.
  • Der chinesische Markt soll mit der Eröffnung einer zweiten Zweigstelle in Shenzhen noch besser abgedeckt werden.

 

Lausanne, 12. März 2019 – Im vergangenen Jahr trug die Greater Geneva Bern area (GGBa) zusammen mit den Standortförderungen der sechs Mitgliederkantone zur Ansiedlung von 92 neuen Unternehmen in der Westschweiz bei.

Nach einem sehr erfolgreichen 2017 bleibt der Trend weiterhin positiv. Mit einer höheren Anzahl Neuansiedlungen, aber auch einer Steigerung bei den Evaluationsbesuchen bekräftigt die Westschweiz ihre Attraktivität als Wirtschaftsstandort. Es fanden 351 Evaluationsbesuche von 283 Unternehmen aus 36 Ländern statt, sodass mit einer weiteren Steigerung der Neuansiedlungen in den kommenden Jahren gerechnet werden darf.

«In einem instabilen, besonders wettbewerbsintensiven Umfeld hat die Westschweiz erneut unter Beweis gestellt, dass sie ein bevorzugter Standort für internationale Investoren ist», erklärt der Genfer Staatsrat Pierre Maudet, Präsident der GGBa für die Jahre 2018-2019. «Die Westschweiz hat es verstanden, ihre Position als Region zu verstärken, in der talentierte Unternehmer und innovative Unternehmen gut aufgehoben sind. Das Steuerwesen bleibt für die Region eine wichtige Herausforderung. Zusätzlich zu den 92 von der GGBa begleiteten Neuansiedlungen haben sich auch weitere Unternehmen hier angesiedelt, ohne die Beratungsdienste der Standortförderung in Anspruch zu nehmen.»

 

Westschweizer Trümpfe

Die GGBa wird sich weiterhin darauf konzentrieren, gezielt und selektiv Unternehmen mit grossem Potenzial anzusprechen, die klar definierte Kriterien erfüllen. Sie kann sich dabei auf ein Netz von lokalen Partnern abstützen, wie zum Beispiel Technoparks, themenbezogene Plattformen oder Institute an der Spitze ihrer Branche.

«Unsere Region verfügt über eine starke eigene Identität und hat einzigartige Vorzüge zu bieten» erklärt Thomas Bohn, Geschäftsführer der GGBa. «Wir arbeiten mit lokalen Partnern zusammen, die alle in ihrem Bereich führend sind, wie zum Beispiel das CSEM in Neuenburg oder das Forschungsinstitut Idiap in Martigny.»

Als Bindeglied zwischen Forschung und Industrie ist das CSEM mit seinen 450 Mitarbeitenden führend in der industriellen Innovation und dem Technologietransfer im Bereich disruptiver Mikrotechnologien. Das Forschungsinstitut Idiap ist seit rund dreissig Jahren tätig und gilt heute als weltweit führend im Bereich künstliche Intelligenz und Biometrie. Im vergangenen Jahr unternahmen beide Institute gemeinsam mit der GGBa gezielte Akquisitionsaktionen in China und Kalifornien.

Als Mitglied der Crypto Valley Association hat die GGBa auch ein solides Netz von Partnern im Bereich Blockchain-Technologien aufgebaut. Damit soll das Profil der Region in diesem Bereich gestärkt und ihre spezifischen Vorzüge besser zur Geltung gebracht werden. Mehrere Neuansiedlungen von Unternehmen aus dem Bereich Blockchain-Technologie haben sich konkretisiert, und verschiedene Indikatoren weisen darauf hin, dass hier ein für die Region vielversprechender Sektor am Entstehen ist.

Hier einige beispielhafte Neuansiedlungen des vergangenen Jahres:

  • Das französische Start-up-Unternehmen Colnec Health entwickelt Lösungen im Bereich eHealth
  • Die chinesische Reederei COSCO
  • Das amerikanische Unternehmen WatchBox, im Bereich Uhrenhandel

 

Internationales Umfeld, Marktaktivitäten und Aussichten

Die GGBa ist auch auf den wichtigsten Märkten für FDI (ausländische Direktinvestitionen) präsent. Sie stützt sich dabei auf Instrumente zur Marktbeobachtung und -überwachung ab, um Unternehmen zu finden, die genau definierten Kriterien wie zum Beispiel Wertschöpfung, Schaffen von neuen Arbeitsplätzen oder Innovation entsprechen.

Besonders aufmerksam verfolgte die GGBa die Entwicklungen in der amerikanischen Wirtschaftspolitik und mögliche Auswirkungen der amerikanischen Steuerreform. Es wurden im vergangenen Jahr zwar tatsächlich mehrere Projekte aufgeschoben. Die Auswirkungen halten sich jedoch in Grenzen, und die GGBa setzt weiterhin auf das Potenzial innovativer Unternehmen in Kalifornien. Zu diesem Zweck wird sie in diesem Jahr auch ihre Präsenz im Silicon Valley verstärken.

Die Eröffnung einer zweiten Vertretung im chinesischen Silicon Valley im März 2018 war ein voller Erfolg. Die neue Zweigstelle der GGBa im Sino-Swiss Shenzhen-Hub konnte bereits mehrere Projekte innovativer Unternehmen ermitteln, die an einer Ansiedlung in Europa interessiert sind. Im laufenden Jahr sollten mehrere dieser potenziellen Neuansiedlungen zustande kommen. Abschliessend meint Thomas Bohn dazu: «Die besonders guten bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und China bieten ein günstiges Umfeld, um äusserst dynamische chinesische Unternehmen aus der Region Shenzhen anzuziehen.»

 

Beilage

Highlights 2018

 

Über die GGBa

Die am 1. Januar 2010 gegründete Greater Geneva Bern area (GGBa) umfasst die Kantone Bern, Freiburg, Waadt, Neuenburg, Genf und Wallis. Ihr Auftrag besteht darin, nachhaltig ausländische Unternehmen anzuziehen, die die wichtigsten Kompentenzschwerpunkte der Westschweiz stärken und Arbeitsplätze mit hohem Mehrwert schaffen können. Die GGBa generiert über ihre Akquisitionstätigkeit im Ausland Ansiedelungsprojekte und vermittelt diese an die Mitgliederkantone, die sie dann weiterverfolgen.

 

Weitere Auskünfte und Kontaktpersonen

  • Herr Pierre Maudet, Präsident der GGBa, Genfer Staatsrat, via Herrn Dejan Nikolic, Kommunikationsbeauftragter, Direction générale du développement économique, de la recherche et de l’innovation (DG DERI)
    +41 22 388 31 63
    dejan.nikolic@etat.ge.ch
  • Herr Thomas Bohn, Geschäftsführer GGBa
    +41 21 644 00 90
    t.bohn@ggba-switzerland.ch

 

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