• Die Westschweiz schneidet im vergangenen Jahr mit 79 Neuansiedlungen gut ab.
  • Der sektorielle Ansatz mit Schwerpunkt Life Sciences, Robotik und Fintech bewährt sich.
  • Die Neuansiedlungen von französischen Unternehmen nehmen zu, während die amerikanischen Erstinvestitionen zurückgehen.
  • Nach der Verstärkung ihrer Präsenz in China (Shenzhen) und den USA (Silicon Valley) wird die GGBa nun vermehrt in Deutschland und Nordeuropa aktiv.
  • 2020, das Jahr ihres zehnjährigen Bestehens, steht im Zeichen von verstärkten Aktionen im Marketing- und digitalen Bereich.

 

Lausanne, 10. März 2020 – Die Greater Geneva Bern area hat mit den Standortförderungen der sechs Mitgliederkantone im vergangenen Jahr an der Neuansiedlung von 79 Unternehmen in der Westschweiz mitgewirkt (92 im Jahre 2018). Trotz dieses leichten Rückgangs bei den Neuansiedlungen und den Evaluationsbesuchen vermochte die Region ihre Attraktivität als Wirtschaftsstandort zu behaupten. Insgesamt führten 245 Unternehmen aus 42 Ländern Erstevaluationen durch.

«Dank der Vertrautheit mit den lokalen Ökosystemen und einem gezielten Vorgehen konnten wir Unternehmer aus der ganzen Welt von den vorteilhaften Rahmenbedingungen und Pluspunkten unseres Landes und insbesondere unserer Region überzeugen», erklärt Thomas Bohn, Geschäftsführer der GGBa. «Ungeachtet des schwierigen internationalen Umfelds bewährte sich der eingeschlagene sektorielle Ansatz der GGBa mit ihrem Netz von zwölf Vertretern im Ausland auch im vergangenen Jahr».

 

Die GGBa als Botschafterin im Dienste der Westschweiz

In diesem Jahr feiert die GGBa ihr zehnjähriges Bestehen. Sie hat die Aufgabe, die Westschweiz als Wirtschaftsstandort zu bewerben, Investitionen zu fördern und Business Intelligence zu betreiben.

«Die Schweiz geniesst bei den internationalen Investoren einen ausgezeichneten Ruf», bestätigt Olivier Curty, Staatsrat des Kantons Freiburg und Präsident der GGBa für 2020-2021. «Mit der Steuerreform von 2019 konnten viele Fragen zur Zukunft geklärt und verschiedenen potenziellen Investoren Gewissheit vermittelt werden. Bei unserer Standortförderungs- und Akquisitionsarbeit im Ausland haben wir das Hauptgewicht auf die spezifischen Pluspunkte der Westschweiz mit ihren Ökosystemen gelegt».

Die GGBa konzentrierte sich in ihrer Arbeit weiterhin auf bestimmte Zielsektoren wie z. B. Life Sciences, Robotik, Fintech oder Foodtech. Hier verfügt die Region über starke Pluspunkte und dynamische Ökosysteme, die sich sehr gut für die Aufnahme von Unternehmen zur Verstärkung des lokalen Wirtschaftsgeflechts eignen.

Gemeinsam mit den kantonalen Standortförderungen sowie Partnern aus Wissenschaft, Forschung und Industrie organisierte die GGBa im vergangenen Jahr mehrere Missionen, um die Kompetenzen unserer Region im Ausland hervorzuheben. Mit dem CSEM, dem IDIAP und dem iPrint-Forschungsinstitut als Partner wurden unter anderem in den Vereinigten Staaten, in China und in Frankreich erfolgreiche Aktionen durchgeführt.

Diese positiven Kontakte führten zu mehreren Zusammenarbeitsabkommen und kündigen kurz- und mittelfristige Neuansiedlungen an.

Hier einige Beispiele für Neuansiedlungen im Verlaufe des letzten Jahres:

  • Apex Logic, ein rasch expandierendes Software-Unternehmen, hat Freiburg als Sprungbrett für seine Expansion in Europa gewählt.
  • Groupe Icare, ein in der Beherrschung von Kontamination spezialisiertes Dienstleistungsunternehmen, hat sich in La Chaux-de-Fonds niedergelassen, um seine immer zahlreicheren Kunden vor Ort, insbesondere im Bereich Life Sciences, besser betreuen zu können.
  • LDS, ein in der Herstellung von Ausrüstungsgegenständen für die Luftfahrt tätiges Unternehmen, hat Yverdon als Entwicklungs- und Produktionsstandort gewählt.

 

Vielversprechende Perspektiven in einem schwierigen internationalen Umfeld

Gemessen an der Anzahl Neuansiedlungen war 2019 ein eher bescheidenes Jahr. Mit über 240 neuen Dossiers zu geplanten Projekten sehen die Aussichten für 2020 jedoch vielversprechend aus.

Mit der Rekrutierung von zwei Vertretern in Deutschland, die ebenfalls für die Benelux-Länder und Nordeuropa zuständig sind, hat die GGBa auch ihre Präsenz auf den grossen Märkten für ausländische Direktinvestitionen verstärkt und sich für die Zukunft gerüstet.

Im aktuellen, von einem wirtschaftlichen Kräftemessen mit den USA geprägten Umfeld bleiben die Perspektiven auf dem chinesischen Markt erfolgversprechend, zumal mehrere grössere Investitionen kurz vor dem Abschluss stehen. Die Lage in den USA bleibt jedoch undurchsichtig, was zum Teil das Abflachen der Erstinvestitionen und die abwartende Haltung verschiedener Unternehmer erklärt.

Europa, mit Frankreich an der Spitze, bleibt die wichtigste Quelle von Investitionen in der Westschweiz. Das Schweizer Modell mit dem Label «Swiss Made» ist immer noch sehr zugkräftig. Die Schweiz muss jedoch möglichst rasch ihre Beziehungen zur Europäischen Union klären, insbesondere was die gesetzlichen Regelungen bezüglich der Medizinprodukte anbetrifft, will sie weiterhin Spitzenunternehmen und erstklassige Fachkräfte für sich gewinnen.

 

Beilage

Highlights 2019

 

Über die GGBa

Die am 1. Januar 2010 gegründete Greater Geneva Bern area (GGBa) umfasst die Kantone Bern, Freiburg, Waadt, Neuenburg, Genf und Wallis. Ihr Auftrag besteht darin, nachhaltig ausländische Unternehmen anzuziehen, die die wichtigsten Kompentenzschwerpunkte der Westschweiz stärken und Arbeitsplätze mit hohem Mehrwert schaffen können. Die GGBa generiert über ihre Akquisitionstätigkeit im Ausland Ansiedlungsprojekte und vermittelt diese an die Mitgliederkantone, die sie dann weiterverfolgen.

 

Weitere Auskünfte und Kontaktpersonen

 

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