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Mitten in einer Pandemie erweist sich die Westschweiz als robust und mit 85 Neuansiedlungen von ausländischen Unternehmen weiterhin attraktiv. Für internationale Investoren bleibt die Schweiz ein sicherer Wert, und die Aussichten sind ermutigend.

Dienstag 30 März 2021

  • Die Westschweiz kann mit einer zufriedenstellenden Bilanz aufwarten: 85 Unternehmen aus rund zwanzig Ländern haben sich im vergangenen Jahr neu in unserer Region angesiedelt. Spitzenreiter in Sachen Investitionen bleibt Frankreich.
  • Die Reisebeschränkungen waren für die Projektträger eine grosse Behinderung, und dementsprechend stark wirkten sie sich auf die Evaluations- und Standortbesuche aus.
  • Dank einer stabilen Zahl an in Aussicht stehenden Projekten dürfen wir trotz der ungewissen Lage und einem globalen Rückgang der direkten Auslandsinvestitionen für 2021 relativ zuversichtlich sein. 
  • Die GGBa verfolgt weiterhin ihren gezielten sektoriellen Ansatz und setzt mit Nachdruck auf ihre Digitalisierungsstrategie.

 

Lausanne, 30. März 2021 – Zusammen mit den Standortförderungen der sechs Mitgliedskantone gelang der Greater Geneva Bern area im vergangenen Jahr die Neuansiedlung von 85 ausländischen Unternehmen in der Westschweiz (gegenüber 79 im Vorjahr). In einem besonders ungewissen Umfeld erweist sich die Region damit als robust und bestätigt ihre Attraktivität mit ermutigenden Zukunftsaussichten, trotz des starken Rückgangs der Evaluationsbesuche (93 Unternehmen gegenüber 245 im Vorjahr).

„Im Vergleich zu anderen Regionen hat sich die Westschweiz recht gut geschlagen“, erklärt Thomas Bohn, Geschäftsführer der GGBa. „Die Krise hat natürlich auch bei uns tiefe Spuren hinterlassen. Wir können jedoch feststellen, dass die Schweiz mit ihren stabilen wirtschaftlichen Verhältnissen heute noch stärker als zuvor für viele internationale Investoren ein sicherer Wert darstellt.“

Die GGBa als Botschafterin der Westschweiz im Ausland

Im vergangenen Jahr konnte die GGBa ihr zehnjähriges Bestehen feiern. Sie hat die Aufgabe, die Westschweiz als Wirtschaftsstandort zu bewerben, Investitionen zu fördern und den Markt zu beobachten und zu überwachen. Rund um dem Globus hat sie zwölf Vertreter, in Lausanne ist ein fünfköpfiges Team stationiert. 

„Dank der bedeutenden Unterstützung durch den Bund und die Westschweizer Kantone gelang es, die Auswirkungen der Krise in Grenzen zu halten und die grundlegenden Faktoren der Schweiz zu bewahren, auf denen unsere relative Stabilität mit ihrem positiven Einfluss auf die Entscheidungen der internationalen Investoren gründet“, erläutert Olivier Curty, Freiburger Staatsrat und Präsident der GGBa für 2020-2021. „Mit attraktiven Rahmenbedingungen und einer gewissen Voraussehbarkeit vermag sich die Westschweiz hervorzuheben. Die Zahlen für 2020 sind erfreulich, und für 2021 deuten etliche in Aussicht stehende Projekte auf ein weiteres erfolgreiches Jahr hin.“

Die GGBa konzentrierte sich im vergangenen Jahr weiterhin auf bestimmte Zielsektoren, insbesondere Life Sciences, Drohnen, Fintech und den Agrar- und Lebensmittelbereich. Mit Initiativen wie z. B. Energypolis, Trust Valley oder dem Food & Nutrition Valley verfügt die Region über starke Pluspunkte und dynamische Ökosysteme, die sich sehr gut für die Aufnahme von Unternehmen zur Verstärkung des lokalen Wirtschaftsgeflechts eignen.

Im vergangenen Jahr verstärkte die GGBa ihre digitale Kommunikation erheblich. Im Rahmen von Webinars zu verschiedenen Themen wie Drohnen, Biopharma, Cybersecurity oder Blockchain fanden zahlreiche Promotionsaktivitäten statt. Innovation zog sich dabei wie ein roter Faden durch alle Aktionen hindurch. Sie verstärkten zum einen die Wahrnehmung unserer Region, zum anderen zeigten sie Investitionsvorhaben auf, und so gelang es auch, vielversprechende neue Geschäftsbeziehungen anzuknüpfen.

Hier einige Beispiele für Neuansiedlungen im Verlaufe des letzten Jahres:

  • Tiffin Metal Products, ein 1903 gegründetes amerikanisches Unternehmen, das massgeschneiderte Metalllösungen herstellt, hat Freiburg zu seinem ersten Standort ausserhalb der USA erkoren.
  • ORamaVR, ein griechisches Unternehmen, das in der chirurgischen Ausbildung mittels Virtual Reality spezialisiert ist, hat seinen Standort nach Genf verlegt, im Interesse einer Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen wie z.B. dem Berner Inselspital.
  • Die Inula-Gruppe, ein belgisches Labor im Bereich wissenschaftliche und medizinische Aromatherapie, will von Bern aus den gesamten Schweizer Markt abdecken.
  • Kerquest, ein französisches Start-up im Bereich IoT, hat sich in der Neuenburger Microcity niedergelassen, um von der Nähe zum Uhrensektor zu profitieren.

Schwieriges internationales Umfeld, ermutigende Perspektiven

Dank ihrem soliden, erfahrenen und motivierten Netz vermochte die GGBa trotz eines besonders ungünstigen und unberechenbaren Umfeldes ihre Aufgaben weiterhin nahtlos zu erfüllen.

Es stehen vermehrt Projekte in Aussicht, so dass das laufende Jahr an das vergangene Jahr anknüpfen sollte. Die Aussichten sind vielversprechend – es gibt in den wichtigsten Wirtschafssektoren unserer Region mehrere angekündigte Investitionen, doch wird sich die Krise im Gesundheits- und Wirtschaftsbereich wohl weiterhin auf etliche, insbesondere aussereuropäische Projekte auswirken.

Trotz des teuren Frankens sprechen das Schweizer Modell und das „Swiss Made“ Label immer noch sehr gut an. Die Schweiz muss jedoch ihre Beziehung zur Europäischen Union möglichst rasch klären, insbesondere was die Medizinprodukteverordnung anbetrifft, um weiterhin die innovativsten Unternehmen anzuziehen und zu halten.

Beilage

Für den Jahresbericht 2020 hier klicken: https://annual-report-2020.ggba-switzerland.ch/

Über die GGBa

Die am 1. Januar 2010 gegründete Greater Geneva Bern area (GGBa) umfasst die Kantone Bern, Freiburg, Waadt, Neuenburg, Genf und Wallis. Ihr Auftrag besteht darin, nachhaltig ausländische Unternehmen anzuziehen, die die wichtigsten Kompentenzschwerpunkte der Westschweiz stärken und Arbeitsplätze mit hohem Mehrwert schaffen können. Die GGBa generiert über ihre Akquisitionstätigkeit im Ausland Ansiedlungsprojekte und vermittelt diese an die Mitgliederkantone, die sie dann weiterverfolgen.

Weitere Auskünfte und Kontaktpersonen

 

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