• Mit 88 Neuansiedlungen weist die Westschweiz für das vergangene Jahr ein hervorragendes Ergebnis aus.
  • Die angesiedelten Unternehmen verstärken ihre Basis und bauen aus, so zum Beispiel Incyte, COFCO, Celgene oder auch CSL Behring.
  • Die internationale Konkurrenz bedingt ein differenziertes Vorgehen nach Hauptmärkten.
  • In der chinesischen Metropole Shenzhen wird bald eine neue Vertretung eröffnet.

 

Lausanne, 9. März 2018 – Mit 88 neu angesiedelten ausländischen Unternehmen im vergangenen Jahr unterstreicht die Westschweiz ihre Attraktivität als Wirtschaftsstandort. Diese positive Bilanz ist das Ergebnis einer fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen der Greater Geneva Bern area (GGBa) und den Standortförderungen der sechs Mitgliederkantone. Bei den Investitionen aus China und den Vereinigten Staaten ist ein Rekordjahr zu verzeichnen.

Dieser Erfolg ist das Ergebnis einer langfristigen, gezielten Suche und Akquisition von Unternehmen, die genau definierten Kriterien entsprechen, wie Wertschöpfung, Schaffung von Arbeitsplätzen und Innovation. Von den rund 240 Unternehmen, welche im vergangenen Jahr Evaluationsbesuche in den Mitgliederkantonen der GGBa durchführten, dürften sich die ersten bereits in diesem Jahr in unserer Region ansiedeln.

«Die Westschweiz hat es sehr gut verstanden, sich in einem Umfeld verschärfter internationaler Konkurrenz, die durch den Wettbewerb unter den Städten noch verstärkt wird, zu behaupten», erläutert Pierre Maudet, Genfer Staatsrat und während zwei Jahren Präsident der GGBa. «Unser Vorsprung wird jedoch kleiner – ausgezeichnete Rahmenbedingungen sind unerlässlich. Das Steuerwesen ist dabei ein zentrales Thema, und die Schweiz muss hier rasch klare Antworten liefern.»

 

Westschweizer Trümpf

Die Westschweiz konzentriert sich auf ihre herausragenden Kompetenzen in den unterschiedlichsten Bereichen: Industrie 4.0, Internet der Dinge, Blockchain oder eHealth. Damit die Region international weiter an Ausstrahlung gewinnt, arbeitet die GGBa aktiv mit Themen-Plattformen und den lokalen Akteuren im Bereich Innovation zusammen: den Technoparks und Gründerzentren. Diese Vernetzung fördert die Nutzung von Synergien und die Wertschöpfung.

«Die Region Westschweiz hat eine starke, eigene Identität und ist sehr überzeugend und klar positioniert», betont Thomas Bohn, Geschäftsführer der GGBa. «Ein themenbezogener Ansatz in der Standortförderung und die Konzentration auf ausgewählte Bereiche mit herausragenden Kompetenzen verschafft der Region ein noch klareres Profil im Ausland und erlaubt uns, gezielt Unternehmen anzusprechen, die das lokale Wirtschaftsgeflecht bereichern werden.»

Folgende Neuansiedlungen im vergangenen Jahr illustrieren dies beispielhaft:

  • LASEA, der belgische Hersteller von Laser-Mikrobearbeitungsmaschinen
  • iGenius, ein italienisches Unternehmen, das sich auf künstliche Intelligenz spezialisiert hat
  • NeoGenomics, eine amerikanische Gruppe, die Onkologietest-Dienstleistungen anbietet

Weitere Beispiele für die Entwicklung grosser Unternehmen in der Region:

  • Incyte, das amerikanische Biopharma-Unternehmen
  • COFCO, der chinesische Lebensmittelriese
  • CSL Behring, das australische Pharmaunternehmen
  • Celgene, das amerikanische Biopharma-Unternehmen

 

Weitere Marktaktivitäten und Perspektiven

In einem sich rasch wandelnden weltwirtschaftlichen Umfeld investiert die GGBa weiterhin in ihre Instrumente zur Marktbeobachtung und -überwachung, um Marktsignale frühzeitig zu erkennen und Hinweise auf Projekte mit grossem Potenzial zu erhalten.

Ihre Strategie verfolgt die GGBa auch mit einem internationalen Netz von Vertretungen und Kontaktstellen vor Ort, insbesondere in den Vereinigten Staaten. «Wir verfolgen die Auswirkungen der amerikanischen Steuerreform sehr aufmerksam», erläutert Thomas Bohn, «doch die Vorzüge der Westschweiz gehen weit über rein finanzielle Erwägungen hinaus. Unsere Region verfügt über hochqualifizierte Fachkräfte, weltweit renommierte Universitäten und Forschungszentren und eine ausgezeichnete, vernetzte Infrastruktur. Diese Trümpfe erklären insgesamt das nachhaltige Interesse ausländischer Unternehmen für den Standort Westschweiz.»

Mit seiner wachsenden Präsenz auf den internationalen Märkten wird auch China zu einem bedeutenden Markt mit grossem Entwicklungspotenzial. Die GGBa wird deshalb im Reich der Mitte eine neue Vertretung eröffnen, und zwar in Shenzhen, dem „Silicon-Valley“ Chinas. «In Shenzhen sind zahlreiche Unternehmen mit hoher Wertschöpfung ansässig, sowohl im Bereich Gesundheit und Finanzen als auch in der Präzisionsindustrie. Mit einer ständigen Vertretung in dieser Metropole sind wir näher bei den massgeblichen chinesischen Akteuren in der Innovation, unserer wichtigsten Zielgruppe», ergänzt Thomas Bohn abschliessend.

 

Beilage

Highlights 2017

 

Über die GGBa

Die am 1. Januar 2010 gegründete Greater Geneva Bern area (GGBa) umfasst die Kantone Bern, Freiburg, Waadt, Neuenburg, Genf und Wallis. Ihr Auftrag ist, nachhaltig ausländische Unternehmen anzuziehen, die die wichtigsten Kompetenzschwerpunkte der Westschweiz stärken und Arbeitsplätze mit hohem Mehrwert schaffen können. Die GGBa generiert über ihre Akquisitionstätigkeit im Ausland Ansiedelungsprojekte und vermittelt diese an die Mitgliederkantone, die sie dann weiterverfolgen.

 

Weitere Auskünfte und Kontaktpersonen

  • Herr Pierre Maudet, Präsident der GGBa, Genfer Staatsrat und Vorsteher des Département de la sécurité et de l’économie, via Herrn Dejan Nikolic, Kommunikationsbeauftragter, Direction générale du développement économique, de la recherche et de l’innovation (DG DERI)
    +41 22 388 31 63
    dejan.nikolic@etat.ge.ch
  • Herr Thomas Bohn, Geschäftsführer GGBa
    +41 21 644 00 90
    t.bohn@ggba-switzerland.ch

 

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